…von und mit rehwald

Eine Seefahrt die ist…

Juni 24th, 2008 Posted in Caches

…kurz. Zumindest in diesem Fall. Und das kam so:

Mitten am Nachmittag, so in der Hälfte zwischen Mittagspause und Feierabend, klingelt das Telefon, was an sich nicht unbedingt ungewöhnlich ist, am anderen Ende war ein Herr M. aus B. der meinte zu dieser doch zumindest für Normalsterbliche ungewöhnlich frühen Zeit bereits Feierabend zu haben. Typisch Lehrer meinte ich noch, als er bereits ansetzte mir zu erzählen, dass ein Freund von ihm, mit seinem Boot heute am frühen Abend noch in See stechen wird um ihn auf eine kleine Insel überzusetzen. Hierbei sei noch ein klein wenig Platz im dazugehörigen Gefährt (das „klein wenig“ bestätigte sich später auch als ziemlich exakte Beschreibung) und ob ich Interesse daran hätte. Klar hatte ich, denn auf dieser Insel und erklärtes Ziel dieser kleinen Expedition war eine kleines petrochemisches Produkt der Kategeorie Gefrierdose. Natürlich nicht eine normale Gefrierdose (zumindest nicht was den Inhalt betrifft), sondern ein Cache. Genauer war es der GCXC0M – Insel Lieps, nicht irgendein Cache, sondern der meiner Heimatbasis nächste, aufgrund seiner Lage noch ungelöste Cache. Ein Pflichtbesuch stand also an.

Pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt am frühen Abend (ich musste hierfür extra pünktlich Feierabend machen um die Zeit halten zu können) traffen wir uns bei besagtem Fortbewegungsmittel. Dieses wacklige kleine Gefährt sollte uns nun also zu unserem Ziel befördern. Immerhin war so viel Platz an Bord, dass nur einer am Bug Platz nehmen musste:

An der Insel angekommen war der Cache schon deutlich von weitem zu sehen:

naja, nicht wirklich. Für die Anlandung stand der Herr M. bereits in Unterhose an Deck und wollte ins Wasser um die letzten Meter zu waten (aus Sicherheitsgründen hier kein Bild). War aber nicht notwendig, denn unser erfahrene Kapitän manövrierte uns so an das Ufer, dass wir trockenen Fußes das Eiland betreten konnten. So durfte der Herrn M. sich wieder ankleiden und die Expedition an Land anführen.

Wir mussten uns nun noch ein paar Meter durchs Gebüsch schlagen, um dann endlich die gesuchte Dose finden und uns in das Logbuch eintragen zu können.


(hier stellvertretend die Herren M.)

Nach dem erfolgreichen Log in das entsprechende Logbuch, war das Expeditionskommando dann plötzlich mit aus dem Nichts kommenden, riesigen Mückenschwärmen konfrontiert, die dabei waren alle mit Haut und Haaren zu verspeisen. Diese Wahrnehmung kann allerdings auch durch den vor dem Loggen üblichen Fixfocus liegen, der einfach alles unliebsame ausblendet.

Gegen diese bestialischen Ungeheuer ankämpfend haben wir uns dann den Weg wieder zurück zum Boot gemacht. Dort haben wir beruhigt festgestellt, dass selbiges noch dort ist wo wir es gelassen hatten und wir konnten uns wieder auf den Rückweg machen. Dies war in sofern etwas schwierig, als dass die Schraube sich während unserer Abwesenheit mit dem Grund des Sees geinigt zu haben schien aneinander festzuhalten. Dies machte das Abstoßen vom Ufer etwas schwergängig, bis die Idee kam, den Außenborder als Ganzes, zumindest für ein Weilchen etwas zu lüpfen. Diese Lüpfen führte in der Folge fast zu einem ungewolltem Bad des Herren M., da er kräftig dabei war das Boot mit einem Enterhaken abzustoßen, als es plötzlich ganz leicht ging. Zu leicht. Die restliche Fahrt wurde ohne weiter Zwischenfälle erfolgreich absolviert und der Heimathafen erfolgreich angelaufen.

Danke an St.D und Rennschnegge für diesen doch sehr schönen Cache.

Cache zum Beitrag: GCXC0M – Insel Lieps

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 24. Juni 2008 um 21:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter Caches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

2 Responses to “Eine Seefahrt die ist…”

  1. Winni sagt:

    Klasse! Nicht nur für Dich weil der Cache endlich „gemacht“ wurde, sondern auch für mich wegen Deiner flutschig schönen, amüsanten Schreibe.

  2. Me-Hunter sagt:

    ..doch eines Tages werd ich mich rächen, ich werd …

    … meine Cam selbst benutzen und dich ins rechte Licht rücken!

    He T., war doch ne coole Tour – und wirklich – ich wäre freiwillig baden gegangen, ehrlich.

    (Für Seemann, Tod und Teufel!)



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