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Neue Caching-Tools im Versuchslabor

August 18th, 2008 Posted in Allgemeines, Tools

Es gibt ein wenig Bewegung auf dem Markt für Geocache-Tools. Für Cache-Tour-Vorbereitungen bietet schon seit einiger Zeit das Greasemonkey-Script von den Cache-Test-Dummies, die Möglichkeit die Founds einzelner Teams/Cacher miteinander zu vergleichen und entsprechend eine Liste der Caches zu erstellen, die alle Tour-Mitglieder noch offen haben. Die Installation und das Handling ist allerdings ein wenig komplex und erfordert externe Komponenten. Als Alternative hierzu ist vor einigen Tagen Cachetogether aufgetaucht, welches ein ähnliches Aufgabenspektrum hat. Gelesen hatte ich schon vor einer ganzen Weile etwas dazu in mattzottis Blog und ein wenig später beim Team Hildesheim.

Verarbeitet werden können bis zu vier Cacher gleichzeitig. Es kann sowohl die gewünschte Region mittels Koordinate und Umkreisangabe als auch ergänzend die hiervon ausgehende Suchrichtung angegeben werden (Nord, Nord-Ost, Ost…). So kann man sich z.B. ein keulenförmiges Gebiet erstellen, welches die geplante Tour umfasst. Das Ergebnis dieser Auswertungen ist eine Html-Datei, welche in tabellarischer Form sämtliche in Frage kommenden Caches nach Entfernung sortiert auflistet und mittels farbiger Zellen kennzeichnet, welcher Cacher bereits welche Caches gehoben, gelegt oder noch offen hat. Somit ist ein einfacher Vergleich der Cacher gegeben.

Ergänzend kann man vor dem Export noch eine Liste zu ignorierender Caches anlegen, welche allerdings manuell gepflegt werden will.

Alles in allem ein prima Tool, welches noch eine Menge Optimierungspotential läßt. So wäre ein intensiver Gebrauch des Im- und Exportes von GPX-Dateien praktisch, was auch dazu verwendet werden könnte Routen als Gebietsfilter festzulegen, oder Caches anhand ihrer Terrain- und Difficulty-Einteilung zu filtern. Außerdem wäre es wünschenswert auch mehr als vier Cacher abfragen zu können um eventuelle Team-Zusammenstellungen auf ihre Sinnhaftigkeit hin zu überprüfen.

Apropo Team Hildesheim. Dort gibt es auch ein programmiertechnisch begabtes Teammitglied, welches sich für die Auswertung solcher Touren ein Progrämmchen geschrieben hat, welches es ermöglichen soll, seine Logs offline zu schreiben und dann als Block zu geocaching.com hochzuladen. Das Ganze nennte sich Field Note Wizard und ist bereits in der Version 1.1 verfügbar.

Sehr praktisch, wenn man eine Tour mit mehreren Dutzend Caches loggen möchte. Derzeit noch in einer „Ein Log für Alle“-Version, soll es mit der nächsten Ausgabe auch möglich sein, für jeden Cache einen universellen Log zu erzeugen. Dies wäre auch zu Wünschen, denn Logs ala „Dies ist unserer 53. von 32 Caches heute. TFTC“ gibt es schon genug. Vielleicht könnte man noch einen Phrasengenerator mit einbauen, der Pseudoindividuelle Logs generiert.

Für einen echten Field-Note-Wizzard müsste die Applikation allerdings auch auf mobilen Geräten (Windows Mobile/Blackberry) lauffähig sein um z.B. auf Fahrrad-Touren oder Wanderstrecken nicht immer den schweren Laptop mitschleppen zu müssen. Eine Anbindung an den Html-Export von GSAK (wegen der Cachebeschreibungen) und dann noch eine Möglichkeit Bilder direkt mit in die Logs einzubinden (und zu beschneiden) sowie die Möglichkeit der Coin/TB-Verwaltung und es wäre eine echte Eierlegende-Wollmilchsau für unterwegs.

Und wo wir gerade bei Mobillösungen sind. Was mir fehlt, ist ein Webdienst, der per E-Mail funktioniert. Einer, dem man den Waypoint schickt und die Beschreibung bekommt, dem man einen Log zu einem Waypoint schicken kann oder den man auch nach Caches in der Nähe per E-Mail fragen kann. Oder ich muss mir doch noch mobiles Internet zulegen 😉 .

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Der Beitrag wurde am Montag, den 18. August 2008 um 13:26 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Tools abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

4 Responses to “Neue Caching-Tools im Versuchslabor”

  1. […] Neue Caching-Tools im Versuchslabor auf rehwald.eu rehwald, nur echt mit Hirschgeweih, probiert die Programme Cachetogether und Field Notes aus und schreibt einen schönen Bericht drüber. […]

  2. A-Towner sagt:

    Hallo!
    Ich weiß ja nicht, ob du dich schonmal näher mit den Field Notes beschäftigt hast. Der Upload der Bilder hängt damit überhaupt nicht zusammen. Dies macht man, wie allen bekannt sein sollte, NACH dem loggen. Das macht es schwer die Bilder mit zu uploaden. Selbes gilt für entnommene Trackable Items.
    Das Ablegen von diesen ist für Field Notes seitens Groundspeak auch nicht vorgesehen, was bedeutet, das ich da auch nicht viel machen kann.
    Und was das ganze auf nem PDA soll, versteh ich auch nicht.
    Das Programm ist nicht fürs Paperless Caching gemacht. Es soll nur das Loggen nach Touren erleichtern. Soll heißen: Nach der Tour die Waypoints vom Gerät laden (am Direktimport in den Field Note Wizzard arbeite ich noch) im Programm öffnen und die Gefundenen hochladen zu den Field Notes. Das ist der Sinn.
    Paperless Caching Varianten gibt es doch schon wie Sand am Meer.
    Aber wie ich ja an anderer Stelle schrob, bin ich für Ideen immer offen und werde überlegen, was ich wie umsetzen könnte.
    Grüße,
    Florian / A-Towner

  3. A-Towner sagt:

    Bevor ichs vergesse. Der im letzten Absatz erwähnte „Mail-Service“ ist prinzipiell nicht schwer umzusetzten. Ich denke das Problem wird der Traffic sein, wennn man das ganze bekannt macht.

  4. rehwald sagt:

    @A-Towner: klar hab ich mich mit dem Tool beschäftigt. Die Idee mit dem Mobilen Einsatz und dem Upload der Bilder war nur das gedankliche Weiterspinnen dieser Tool-Idee (auf Basis des Wortes Field). Quasi gleich unterwegs die Logs verfassen mit dem selben Gerät die Bilder aufnehmen (dank Handy-Cam ja kein Problem) und dann im Anschluß der Tour an den Rechner und hoch laden. Die Bilder können ja auch automatisiert an den im ersten Schritt eingetragenen Log gehängt werden (ist mir klar, dass die nicht im Log selbst hängen, sie gehören aber dazu). Die „Schwierigkeiten“ lasse ich bei solchen Gedankenspielen immer erst mal weg (die kommen noch früh genug).

    Ich bin leider noch nicht wieder auf „Tour“ gewesen. Mit einer Individuellen Note-Funktion ist das Programm aber extrem Sinnvoll auf meinem Eee aufgehoben. Da kann ich direkt auf dem Beifahrersitz loggen und am Ende der Tour per Knopfdruck hochladen.
    Und zu den Paperless-Lösungen: bisher hat mich keine wirklich überzeugt. Am besten ist noch der GSAK-Html-Export und ein Notizprogramm/Papier für Mitschriften. Der Rest ist nicht wirklich praktikabel.



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