…von und mit rehwald

Betonschiff Redentin

Oktober 13th, 2008 Posted in Caches, Events

Es war Ende September, als bei den Dosenfischern ein Artikel im Blog erschien, der den vielsagenden Titel „Nackig im Auto oder: Boot gesucht“ trug. Inhalt war eine Ankündigung von D-Buddie, der im Oktober plante das Betonschiff Redentin aufzusuchen. Sein Problem war seine Titanic II, welche bei der Tragkraft mit einer Nussschale in etwa gleich auf liegt. Die Transportkapazitäten sind also reichlich beschränkt. Zweites Problem: das Betonschiff liegt in der Ostsee und nicht in einem kleinen, wettergeschütztem Binnentümpel. Es war also mit ein wenig Wind zu rechnen. Der Beitrag bei den Dosenfischern wurde dann auch sofort als Plannungsplattform und Terminbörse genutzt, so dass ziemlich schnell der 11.10.2008 als Termin für die Enterung des Schiffes festgelegt wurde. Schade, zu diesem Zeitpunkt sind wir noch in Ulm. Dabei wäre ich doch so gerne mal auf dem Schiff.

Am Samstag vor unser Abfahrt nach Ulm kam unser Nachbar zufällig vorbei, als ich gerade mal wieder im Garten buddelte. „Sag mal, du hattest doch mal ein Kanu!?“ „Ja.“ „Gibt es das noch?“ „Ja.“ „Könnte man sich das mal ausborgen?“ „Klar doch.“ … Kurzentschlossen wurde daraufhin die Ulm-Tour um zwei Tage abgekürzt, das Kanu geordert und unsere Teilnahme am Betonschiff-Nicht-Event samt Kanu angekündigt.

Der Tag der Veranstaltung beginnt mit einem vielversprechend schönem Sonnenaufgang, der sich allerdings hinter dichten, dicken Nebelschwaden versteckt. Der Wetterbericht erzählt was von 0% Regenwahrscheinlichkeit.  Die Kinder sind ganz aufgeregt. Das Kanu ist auf dem Autodach festgeschnallt. Paddel sind im Kofferraum.

Vor Ort hieß es dann erst einmal das gesamte Gerödel an den Strand zu bekommen. Glücklicherweise war zu dem Kanu auch ein Rollgestell dazu. Die ungeduldigen Kleinen durften beim Transport mal Probesitzen und wurden bis zum Strand gefahren.

Kindertaxi

Kindertaxi

Das Schiff auf dem Trockenen

Das Schiff auf dem Trockenen

Dort angekommen ging es für die Waathosengänger gleich los, während Ivalo und ich erst noch das Kanu zu Wasser lassen mussten und selbiges dann ein ganzes Ende durch den Schlick schleppen durften bevor wir endlich Wasser unterm Kiel hatten. Kaum losgepaddelt, schallte es auch schon aus dem PMR: „HALT!“, da wollte wohl doch noch jemand mit. Also zurück und den kleinen Max noch schnell eingeladen.

Volle Fahrt voraus!

Volle Fahrt voraus!

Das Schiff selbst wurde dann erst einmal einer gründliche Inspektion unterzogen, bevor wir uns überhaupt daran machten nach der Dose zu suchen.

Ist er da unten?

Ist er da unten?

So leer hier.

So leer hier.

Dann ging es daran, alle Winkel und Ecken noch einmal genauer zu Untersuchen, ob nicht vielleicht doch noch irgendwo die Dose hervorlugt. Leider war dem nicht so. Nach einer Weile hatten wir alles, also jede Kammer, jede Kabine, sämtliche Winkel und alle Decks abgesucht, doch nichts gefunden. Doch da war noch diese eine, unscheinbare Stelle, die vorher niemandem aufgefallen zu sein schien. Oder besser gesagt, wir haben es kollektiv verdrängt, diese Stelle ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Das hieße dann ja, dass da jemand von uns rein muss. Das Ende vom Lied war, dass wir alle dort rum standen und einhellig meinten: „Niemals! Nie! Das muss es sein!“

Zeit für Plünderungen.

Zeit für Plünderungen.

Kurzerhand wurde jemand bestimmt, der da rein musste. Doch unsere mitgebrachte Ausrüstung reichte nicht aus, so dass wir uns aus den vor Ort gegebenen Materialien eine Alternative basteln mussten. Da passte es doch ganz gut, dass derjenige der sich traute Bastelecke war. Gefunden hat er die Dose dann recht schnell. was uns zu spontanen Freudenausbrüchen animierte. Zum loggen haben wir uns dann auf die Brücke zurückgezogen, da es dort angenehm Windgeschützt war. Es wurden reichlich Travelbugs und Coins getauscht, jeder trug sich in das Logbuch ein und Ivalo erklärte sich spontan bereit die Dose wieder zu verstauen.

Wandersleut

Wandersleut

Der Rückweg war dann ganz entspannt zu nehmen. Zumindest für uns im Boot. Die Waathosengänger hatten etwas mehr Mühe sich durch den Schlick zu kämpfen, kamen aber fast so trocken an wie wir.

Schlammpackung

Schlammpackung

Zum Abschluss gab es dann noch einen kleinen Sektempfang und unsere Bodencrew hatte bereits den Grill befeuert, so dass wir direkt zum gemütlichen Teil übergehen konnten. Der Sandmann brutzelte am Grill, der Aba machte Fotos, die Kinder wuselten durch die Dünen und Schlammpfützen und der Rest tratschte und fachsimpelte noch eine Weile bevor es wieder heimwärts ging.

Jemand noch ne Wurst?

Jemand noch ne Wurst?

Die Kinder waren nach der Veranstaltung so Müde, dass sie auf der Heimfahrt schon vor Verlassen des Ortes beide eingeschlafen in ihren Kindersitzen hingen. Ein untrügliches Zeichen für einen gelungenen Ausflug.

Bilder: ivalo und rehwald

Tags: , ,

Der Beitrag wurde am Montag, den 13. Oktober 2008 um 12:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Caches, Events abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Leave a Reply



Profile for rehwald
Artikel
Kommentare
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Flux Directory Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis blogoscoop
eXTReMe Tracker