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Ulm, eine Retrospektive

Oktober 13th, 2008 Posted in Caches

Eine Woche Ulm. Das war der Plan für diesen Herbst. Los ging es am Tag der Deutschen Einheit, morges um 10. Auf dem Weg haben wir noch ein wenig unsere Statistik geschönt und in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen noch ein paar Länderpunkte eingesammelt. Insgesamt sechs Dosen haben wir gefunden. Dabei habe ich unter anderem den genialsten Cachebehälter entdecken dürfen, den ich je gesehen habe. Ich werde hier aber nicht verraten was es war, denn ich möchte die Idee gerne kopieren.

Zwischenstop in Beelitz

Am darauf folgenden Tag haben wir uns das Ulmer Münster angeschaut und die dort versteckten drei Dosen eingesammelt. Na gut, eingesammelt ist ein wenig untertrieben. Die Dosen waren wirklich hart erarbeitet.

Der höchste Kirchturm der Welt.

Die oberste Plattform ist nur wenige Meter von der 161,53m hohen Spitze entfernt, welche immerhin die weltweit höchste ist. Zumindest unter den Kirchtürmen. Dieses Bauwerk beinhaltet eine Besonderheit was Caches angeht, denn immerhin drei Caches in diesem Gebäude. Zwei davon sogar direkt übereinander. Die Verwechslungsgefahr ist allerdings recht gering, denn die höchste Dose liegt bei ca 140m, eine  Dose liegt bei ca. halber Höhe und ganz unten die dritte Dose. Alle Verstecke sind mehr als Frech. Den Cache Ground-Level durften wir mit den cyberberrys am folgenden Tag noch ein zweites mal angehen. Wir sind natürlich immer ein paar Meter hinter den beiden her gewackelt und haben reichlich Bilder dieses beeindruckenden Gebäudes gemacht, da die Bilder des Vortages, zumindest bei den Innenansichten, doch reichlich Defizite aufwiesen.

Der Ratskeller. Da kann man prima Essen.

Es folgten noch ein paar andere Dosen, die in die Kategorie Touri-Cache fallen. Die Dosen selbst sind nicht besonders, leiten einen aber zu den schönen Punkten der Stadt. Durch die Zusatzinformation in den Listings ersetzen sie dann zumindest einen Reiseführer. Eine größere Runde in diesem Zusammenhang stellte die Brunnentour II dar (der Startpunkt der Brunnentour I war einfach weiter von der Lokalität entfernt, in der wir uns für eine Runde entschieden haben).

Sohn der Stadt: Einstein. Diesmal als Brunnen.

Die Tour macht ihrem Namen alle Ehre, allerdings haben wir am Ende der Runde ohne finalen Fund abbrechen müssen, da die Dunkelheit schon langsam über uns hereinbrach und wir keinen Plan mehr hatte, wo die Dose versteckt sein könnte.

Am Montag folgte dann das ultimative Chacheerlebnis. Der Tag begann mit ein paar kleinen Dosen in der Landschaft, führte uns dann zu einem Burgerbrater wo wir dann beschlossen heute noch such! anzugehen. Dieser Cache gehört schon zu den etwas älteren (Baujahr 2004), hat aber absolut nichts von seiner Faszination eingebüßt (zumindest nach den Stationen zu urteilen die wir durchliefen). Wer diesen Cache überlebt, dürfte kaum Probleme haben auch etwas ausgefeiltere Verstecke zu finden. Jede Station bot eine neue Versteckvariation und führte uns durch wunderschöne Täler und nötigte uns auch schon zu der ein oder anderen Kletteraktion an kleineren Felsen.

such!

Die Höhenkurve zeigte bei der anschließenden Trackauswertung beachtenswerte Ergebnisse, zumindest für uns Flachlandalpinisten von der Küste. Die Runde führte uns immerhin über mehr als 6km in knapp 5 Stunden durch Wälder, über Wiesen, Berge rauf und wieder runter. An mehreren der insgesamt 15 Stationen waren wir bereits kurz vor der Kapitulation (aber das kennen wir auch schon von den ArDo-Caches), haben dann aber, aufgestachelt von neuen Koordinatenfunden, doch wieder weiter gemacht.  Wir wurden gerade so mit der letzten Station fertig, dass, am Auto angekommen, wir schon in ziemlicher Dunkelheit standen. Leider kann ich hier nicht allzuviel über die einzelnen Stationen verraten, sonst würde das direkt in Spoilern enden. Nur so viel, dass ich auch von diesen Stationen mir eine Menge Anregungen geholt habe. mal sehen was ich daraus machen kann. Auf jeden Fall danke an TKKR für diesen wirklich herausragenden Cache.

Nach such! war die Luft allerdings so ziemlich raus. Wir haben in den folgenden Tagen noch den ein oder anderen Wald- und Wiesencache gemacht, uns sonst aber ziemlich zurückgehalten. Eine Besonderheit war noch unser erster Earthcache, der Blautopf. Ein Loch tief im Boden, aus dem Wasser strömt. Tante Wiki kann das aber viel besser erklären als ich. Oder lest einfach im Listing nach. Aber ein paar schöne Bilder hab ich noch:

Die schöne Lau

Die Kloster-Kirche in Blaubeuren.

tiefblaues Wasser im Blautopf

Die Wassermühle wird vom Blautopf gespeisst.

Der Abschluss unserer Ulm-Tour war übrigens dann die bereits oben erwähnte Brunnentour II, nach einer kurzen Mailanfrage an einen der Vorfinder, wurde mir bestätigt, dass wir an der richtigen Stelle gesucht hatten, aber doch noch ein wenig tiefer „graben“ sollten. Vor Ort mussten wir dann tatsächlich noch so einiges an Laub beiseite schaffen, haben das gesuchte Dösle dann aber doch noch gefunden.

Ein paar der ursprünglich geplanten Caches konnten wir leider nicht angehen. Dies waren insbesondere die Caches der Ulm Underground-Serie. Aber wir können ja noch einmal wiederkommen. Bestimmt.

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Der Beitrag wurde am Montag, den 13. Oktober 2008 um 00:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter Caches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

2 Responses to “Ulm, eine Retrospektive”

  1. SöNeTjAn sagt:

    Sehr schöne Bilder! Da bekommt man richtig Lust, da auch mal Urlaub zu machen.

  2. […] für die Enterung des Schiffes festgelegt wurde. Schade, zu diesem Zeitpunkt sind wir noch in Ulm. Dabei wäre ich doch so gerne mal auf dem […]



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