Geocaching von und mit rehwald.

Unglücksfälle beim Cachen

Februar 1st, 2009 Posted in Allgemeines, Caches

Dieses Wochenende gab es ein paar Zwischefälle in der Cacherwelt. So sind in Neckargemünd zwei Cacher nach einer kleinen Rutschpartie direkt vor einem 60m tiefen Abgrund in einen Steinbruch zum Halt gekommen und mussten sich von dort durch die Feuerwehr bergen lassen. Grund für diesen Zwischenfall war wohl eine Verwechselung der Wege. Statt den selben Weg zu nehmen, den die beiden auf dem Hinweg beschritten, wurde ein als Weg deutbarer Trampelpfad früher abgebogen, welcher direkt auf einen steilen Hang zuführte, der dann in einer 60m hohen Steilwand endete. Nähere Informationen gibt es auch im grünen Forum in dem sich die Protagonisten bereits persönlich hierzu äußerten.

Etwas weniger glimpflich kam ein Cacher bei Aachen davon. Er ist beim Cache “GC1G4X4 – Nachtcache: Wurm-Loch (Daylight Reloaded)” tödlich verunglückt. Er war zwar nicht beim cachen, aber der Fundort war direkt an Station 1 des Caches. Ich möchte der Witwe an dieser Stelle nur mein herzlichstes Beileid ausdrücken und bewundere sie für ihre Kraft in dieser Situation auch noch für den Erhalt dieses inzwischen archivierten Caches einzustehen. Sie selbst hat sich neben dem Cachelisting auch bereits im grünen Forum hierzu gemeldet.

Diese Vorfälle sollten uns allen zu denken geben. Achtet auf euch un eure Gesundheit. Auch ein harmloses Hobby wie Geocaching beinhaltet reichhaltige Gefehren für Leib und Leben. In diesem Sinne: Safety First.

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Der Beitrag wurde am Sonntag, den 1. Februar 2009 um 20:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Caches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
  1. 6 Reaktionen zu “Unglücksfälle beim Cachen”

  2. Von Lilly (cyberberry) am 1. Februar 2009

    Die beiden Spezialisten vom Steinbruch waren auch bei uns Thema #1 heute (kleine T5er-Einweisungsstunde mit schnitzel…). Tja, das Gehirn kann man eben nicht nur zum Lösen von Mysteries gebrauchen.

  3. Von airwolf am 1. Februar 2009

    Vor einer Woche ist man bei http://coord.info/GC1KQKM auch nur knapp an einem ernsten Unfall vorbeigeschrammt.

  4. Von rehwald am 1. Februar 2009

    Ich weis, dass es solche Fälle öfter gibt (wenn auch nicht immer mit Bergung durch die Feuerwehr). Aber die Häufung der Ereignisse auch in der Presse an diesem Wochenende waren schon denkwürdig. Vor allem der zweite Fall ging mir persönlich an die Nieren. Auch wenn er wohl gerade nicht cachen war. Aber das macht genau die Situation des Falles mit dem Abgrund so haarig. Es ist glimpflich ausgegangen, aber es fehlte wohl nicht mehr viel. Und ich habe solche Situationen auch schon erlebt. Wenn man sich dann vorstellt… aber das möchte ich lieber nicht.

  5. Von D-Buddi am 2. Februar 2009

    aber mal ganz realistisch, am Geocachen lag es eigentlich nicht?! Und ich gestehe das mit dem Steinbruch hätte mir definitiv NICHT passieren können. Zum Einen hätte mir die unsichtbare Heike kräftig in den Hintern getreten, zum Anderen wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen in der Dunkelheit auf unbekanntem Gelände im Wald die Hauptwege zu verlassen!

    Hab gerade mal alle Fälle gelesen und muß sagen, da kann kein Owner irgendwas dafür… Das sind Unfälle wie sie immer wieder passieren, bedauerlich aber eben auch nicht wirklich zu verhindern, die wären wahrscheinlich in ähnlicher Form genauso passiert wenn es kein Geocaching gäbe.

    Das einzige was mir zu denken gab ist die Geschichte der zu bekletternden Laterne wo ich mich ob mit oder ohne Strom frage ob das wirklich noch als geistig normal zu bezeichnen ist… Scheinbar wird mittlerweile alles beklettert was nicht niet- und nagelfest ist, fahrt dafür doch bitte in die Alpen!

  6. Von Maacher am 2. Februar 2009

    Wovor mir bei diesen Geschichten graut ist eine mögliche rechtliche Haftung des Owners.

    Soweit war das bisher wohl eine Grauzone und ich war immer der Ansicht, daß es sich in weitestem Sinne bei einem Geocache um eine Art Wegbeschreibung wie bei einem Reise/Tourenführer handelt, aber wenn die Gerichte hier anfangen Owner zu verknacken, dann muß sich wohl jeder ernsthaft überlegen überhaupt noch Caches zu unterhalten, selbst beim 1/1 DriveIn kann man überfahren werden oder sonstwas passieren …

  7. Von Werner am 8. Januar 2010

    Immer höher, weiter schneller und gefährlicher. Je extremer, desto besser. Dann immer wieder der Spruch “Du musst den Cache ja nicht machen wenn er Dir nicht gefällt”. Prinzipiell ist das sicher richtig, wenn es sich nicht um Geocaching handeln würde. Sicher wird niemand hunderte von Kilometern fahren um einen Cache zu machen, der ihm überhaupt nicht liegt. Aber wie sieht es mit den Dosen vor der Haustür aus? Wurmt Dich der Cache um die Ecke nicht? Eigentlich ein einfacher Tradi, hängt nur 12 Meter am Baum (oder einer andersgearteten dämlichen Stelle). Also, wie siehts aus? Da ist noch der eine. Den musst Du einfach haben. Wenn man beim Geocaching eine gewisse Schwelle überschritten hat, dann kann man von einem gewissen Zwang schon reden (Ich behaupte hier auch einfach mal, dass Geocaching für viele etwas mehr ist als ein Spiel). Und eins ist klar, je mehr gefährliche Caches es gibt, umso höher ist auch das Risiko, dass etwas (tödliches) passiert. Mich würde nur interessieren, wie die Owner mit so was umgehen. Ich bin der Meinung, dass diese sehr wohl eine Verantwortung dafür tragen (und wenn es zur Zeit auch “nur” eine moralische ist). Ich selbst stelle mir diese Frage bei meinen eigenen Caches jedenfalls immer wieder. Was ist wenn jemanden etwas passiert? Derjenige ist ja NUR wegen meinem Cache in diese Situation gekommen. Wäre mein Cache nicht da, wäre nichts passiert. Ich persönlich werde die T5′er in meiner Region nicht auslassen und mich damit auseinandersetzen. Aber meine kritische Meinung dazu möchte ich dennoch äußern.

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