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Wir lernen klettern – Teil 2 – Fehlversuch

März 17th, 2009 Posted in Caches, Geocaches

In der letzten Zeit war es etwas ruhig hier. Dies lag vor allem an einer Menge Arbeit. Doch die ausstehenden Beiträge würde ich gerne nachholen:

Im ersten Teil erläuterte ich ja schon einmal die Beweggründe und den Beginn des Abenteuers T5-Klettercaches. Hier soll es nun damit weiter gehen.

Nach dem nun das ganze „Grödel“ im Hause war, musste dieses natürlich auch umgehend ausprobiert werden. Hierfür wurde an der Befestigung der obersten Treppenstufe in unserem Flur eine kurze Bandschlinge durchgezogen, an der dann das Seil direkt mit einem Achter-Knoten eingebunden wurde (man könnte es auch dort durchlaufen lassen und wo anderes fest tüdern).

An diesem Seil sollte jetzt geübt werden. Aber was? Aufsteigen? Dafür ist der Raum mit knapp 2,5m für mich definitiv zu klein, immerhin komme ich auf dem Boden stehend mit ausgestrecktem Arm locker am Knoten an. Apropos Knoten, die könnte man ja üben. Müsste man sogar, damit man nicht vom Seil fällt. Denn etwas anderes als Reepschnur hatte ich ja nicht um mit ans Seil zu binden. Also erst einmal ein paar Knoten probiert und lustig in der Gegend rum schaukeln. Bandklemmknoten, Karabinerklemmknoten, Klemmheißt, klassische Prustik, Achten, Neunen, Schleife… Nach Möglichkeit alles frei hängend im Gurt.

Nicht ganz regelkonforme Tests

Nicht ganz regelkonforme Tests

Schon ein Woche später rief dann SöNeTjAn zum Gefecht und meinte, dass ein gemeinsames Ausprobieren der Technik am lebenden Objekt doch ganz praktisch wäre. Ich war auch sofort einverstanden und es ging los zum Ostseebaum 3. Also frohen Mutes und noch nicht ahnend, das dies ein DNF für mich bedeutet zogen wir los und haben nach wenigen Fehlversuchen ein Seil einigermaßen vernünftig im Baum eingebaut. Ein paar Meter unterhalb der Dose zwar, aber die letzten 1- 1,5 Meter kann man bequem im Geäst hoch klettern. Zumindest waren wir der festen Ansicht, dass dies kein Problem darstellen sollte.

Umstieg in ein anderes Seil

Umstieg in ein anderes Seil

Doch leider kam es anders und Sören musste dann oben im Baum recht kräftezerrende Versuche mit dem Wurfsocken und der Pilotleine veranstalten um das Seil doch noch in die Nähe der Dose zu bringen. Als dies dann geglückt war, konnte er in etwa 10m Höhe gleich den Umstieg in ein anderes Seil üben. Als er dann endlich bis zur Dose vorgedrungen ist, hat er dann noch das erste Seil nachgezogen, damit wir Nachzügler komfortabler bis zur Dose kämen.

Nicht alle hatten so große Probleme...

Nicht alle hatten so große Probleme...

Also haben wir uns gleich mit dem Gurt ins Seil gehängt, die Fußschlinge wurde gebastelt, abgelängt und ebenfalls ins Seil gebunden, dann noch den provisorischen Brustgurt angelegt, geflucht, dass nicht genug Karabiner am eigenen Gürtel hängen, Sören für die Leihgabe gedankt, das Seil auf Spannung gebracht, in den Gurt gesetzt, mit dem Fuß in der Fußschlinge und beiden Händen am Seil hochgezogen, eine Hand zum Prustikverschieben losgelassen, in den Gurt geplumst, geflucht, noch mal versucht, wieder in den Gurt geplumpst, dabei auf die Zunge gebissen, noch mal, 10cm höher gekommen, nächster Anlauf, 5 cm… Verdammt, so wird das nix. Wir haben noch eine Reihe anderer Kombinationen von Knoten und Steigtechniken versucht, aber so schaffe ich es nicht. Hier war für mich also erst einmal Schluß.

Noch auf dem Rückweg wurden die Alternativen durchdacht und der Entschluß zur Erweiterung der Ausstattung waren gefasst. Nur über die genauen Modelle war ich mir noch nicht schlüssig…

Fortsetzung folgt…

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 17. März 2009 um 13:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter Caches, Geocaches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

5 Responses to “Wir lernen klettern – Teil 2 – Fehlversuch”

  1. geomarc sagt:

    Schöner Bericht den ich zum Glück so nie erlebt habe … wir haben uns gleich mit der nötigen Hardware versorgt. Bin gespannt auf Teil 2 😉

  2. -jha- sagt:

    wie es ohne teure Technik geht, nur mit zwei Karabinern, zwei -„Personal-Prusiks“ (also Reepschnur-„Bandschlingen“) als Klemmknoten und unten dran noch zwei kurze Bandschlingen für den komfortableren Tritt:
    http://www.youtube.com/watch?v=fIrczv71ed8

    Vorteil ist: Diese Karabiner-Methode erleichtert das Lösen. Ansonsten ziehen sich bei Lasten >70kg die Prusikknoten so fest, dass man mehr Kraft zum Lösen der Knoten vorm nächsten Hochschieben aufwendet als für den eigentlichen Aufstieg.

    Anyway: Mit Croll, Handsteigklemme, Fußschlinge und Fußklemme steigt es sich deutlich komfortabler.

  3. rehwald sagt:

    Genau das ist das Lehr-Video, mit dem wir uns die Technik selbst beigebracht hatten. Nur wiegt die Kleine nur ein Bruchteil von mir und hat es daher auch entsprechend leichter als ich dicker, untrainierter Klops ;-). Wir haben es dann ja auch an Tjark gesehen, wie schnell er fast außer Reichweite war. Kinder sind dabei eindeutig im Vorteil (Muskelmasse vs. Körpergewicht).

  4. pdaether sagt:

    Also bei uns im Wohnzimmer hängt an einem Balken die Schaukel von meinem Kleinen auf zwei Meter höhe.
    Die Hakenhaben auch voll gereicht, um sich ins Seil zu hängen und z.B. den Umbau von Aufstieg zum Abseilen bzw. umgekehrt zu üben.
    Das jeden Abend ein paar mal – besser kann man darin keine Routine bekommen. 😉

  5. […] dem bereits vor einiger Zeit erfolgten Anfixen, den ersten Fehlschlägen und auch Erfolgen wurde nun die Gelegenheit genutzt, um in Zusammenarbeit mit dem zufällig vor Ort […]



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