…von und mit rehwald

Cachen mit dem Android – GCDroid

November 2nd, 2009 Posted in Geocaches, Tools

Seit einer kurzen Weile habe ich auch das Vergnügen mit einem Android-Handy durch die Lande zu ziehen. Eines der ersten Applikationen die ich installierte war GeoBeagle. Die Software ist schon ziemlich genial gemach, aber bisher habe ich damit nur ein wenig herumgespielt. Vor ein paar Tagen ist mir dann GeoDroid über den Weg gelaufen. Dieses kleine, niedliche Progrämmchen aus dem benachbarten Heimatland des Knäckebrots (ja, ich meine Schweden) hat großes Potential, derzeit noch im Beta-Stadium, verfügt es schon über eine ganze Menge Möglichkeiten, aber auch noch viele Optimierungsmöglichkeiten.

Peilung und Entfernung zum Cache

Peilung und Entfernung zum Cache

Wer mit dem alten gelben Etrex unterwegs war und damit auch zurecht kommt, der wird sich hier direkt zu Hause fühlen. Eine sehr übersichtliche Darstellung zeigt einem direkt an wie weit die angepeilte Koordinate entfernt ist, wie lange man bräuchte um dort hin zu kommen und in welche Richtung diese liegt. Für Multicaches kann man direkt weitere Wegpunke ergänzen, die dann ebenfalls angepeilt werden können. Wenn der Cache erreicht ist kann direkt der Besuch geloggt werden. Nach der Tour können diese Logs dann als txt-Datei exportiert und auf geocaching.com hochgeladen werden.

Peilung und Richtung mit Karte

Peilung und Richtung mit Karte

Benutzer von Kartengeräten wird wahrscheinlich die Kartendarstellung interessieren. Hier gibt es, dank der Einbindung von Google-Maps, sogar die Möglichkeit Satelitenfotos als Karte zu verwenden. Dies kann in urbanen Gelände sicherlich hilfreich sein. Aber hier gibt es auch noch ein Reihe von Schwachpunkte. Es fehlt ein Richtungspfeil, der die eigene Ausrichtung anhand des Kompasses einblendet, noch besser wäre die Ausrichtung der Karte anhand des eingebauten Kompasses. Der Zoomlevel der Karten ist zumindest für meinen Geschmack nicht ausreichend. Wenn man schon ziemlich dicht, aber noch nicht ganz am Zielobjekt dran ist, hat man keine grafische Orientierung mehr, wie viele Meter und welche Richtung es nun noch bis zur Dose/Station ist.

Cache-Beschreibung

Cache-Beschreibung

Was mir gut gefällt ist die Cachebeschreibung direkt dabei zu haben. Das können andere Applikationen dieser Kategeorie allerdings auch schon. Und auf den neueren Garmin-Geräten ist dies ebenfalls inzwischen eine Standard-Funktion.

Die derzeitige Beta hat allerdings auch eine Reihe von Schwächen, zum einen wäre da der extrem langsame Import derGPX-Dateien. Auf dem Screenhot kann man gut sehen, wie nach 3 Minuten erst 7 Caches eingelesen wurden. Wenn man Original-GPX-Dateien verwendet, klappts auch ziemlich fix mit dem Einlesen (Danke GeoMarc für den Hinweis ;-) ). das Problem ist hier wohl eher der GPX-Dialekt von GSAK. Ich werde mal nach einer optimaleren Exportmöglichkeit aus GSAK forschn. Ein, zugegeben etwas größenwahnsinniger Versuch mit dem Gesamtbestand meiner GSAK-Datenbank (ca 6800 Caches) musste ich nach etwa 24 Stunden abbrechen, da ich irgendwann auch mal das Gerät vom Netz trennen musste und der Akku nach einer Weile dann doch schlapp machte.

GPX-Import

GPX-Import

Ein weiterer Schwachpunkt, der sicherlich bis zum entgültigen Release beseitigt sein wird ist eine leichte Instabilität, was sich in gelegentlichen Systemabstürzen (von GCDroid, nicht dem Gesamtsystem). Alles in allem ein sehr interessanter Kandidat mit Potential zu mehr. Ich bin gespannt wie sich dieses Progrämmchen noch weiter entwickeln wird.

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Der Beitrag wurde am Montag, den 2. November 2009 um 21:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter Geocaches, Tools abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

12 Responses to “Cachen mit dem Android – GCDroid”

  1. Tom33 sagt:

    Interessanter Bericht ! Auf welchem Handy hast du denn Android ?? Oder sollte ich das etwa überlesen haben ? ;o)

    • rehwald sagt:

      Hast nix überlesen. Hatte nicht erwähnt welches Gerät. Ich bin mit einem Samsung Galaxy unterwegs. Muss ja nicht immer HTC sein (auch wenn ich mit denen höchst zufrieden bin, hab ja immerhin 3 WM-Geräte von denen hier rumkullern)

  2. Omabande sagt:

    Ich bin auf der Suche nach einem neuen WM-Gerät…. Du hast nicht zufällig eines abzugeben???? Ist eine ernste Anfrage

    • rehwald sagt:

      ne, leider nicht. Zwei der Geräte sind nun schon 4 Jahre alt und doch schon ziemlich mitgenommen (funktionieren aber wie am ersten Tag). Eins davon war mein Paperless-Cachen-Werkzeug (der Lack ist wortwörtlich ab). Gerät Nummer 3 ist das aktuelle meiner Frau. Wenn ich ihr das weg nehme gibts Tote…

  3. geomarc sagt:

    Der Import von original GPX Dateien geht deutlich schneller, ca. 3 Waypoints pro Sekunde.

  4. Omabande sagt:

    Oh ja das glaub ich…. hab meiner Frau heute erst ein neues Handy kaufen müssen. Gott sei Dank musste das nur modisch und nicht teuer sein ;-)

  5. Thomas sagt:

    Mhh. Zoomlevel kann man ja simpel durch klicken auf die Karte erhöhen… oder wo ist das Problem?

    • rehwald sagt:

      Klar kann ich ranzoomen. Allerdings für meinen Geschmack nicht nah genug. Bei den Google-Karten reicht der Zoomlevel ohne weiteres aus um Straßen und ähnliches zu erkennen. Wenn ich allerdings den Nullpunkt einer Station oder Dose suche, ist es hilfreich, wenn man auch Entfernungen von wenigen Metern auf der Karte erkennen kann. Das Ganze dann noch mit detailierterem Kartenmaterial (ala Garmin Topo), dann wäre es fast perfekt.

  6. Anleitung für Eclipse und Android SDK…

    Diese Anleitung hat Carsten Tebeling aus dem Studiengang Geoinformation erstellt, ich oisre die mal hier, vielleicht kann sie ja jemand gebrauchen. Ich seh uns eh alle schon statt mit dem Oregano nur noch mit dem Android zum Geocaching durch den Wald l…

  7. Neheimer sagt:

    Klasse geschrieben. Jetzt kommen auch noch Android Smartphones in meine engere Wahl, fürs nächste Handy.

  8. […] da poppen hier plötzlich mehrere neu Caches hoch . Muss ich halt mal ernsthaft mit dem Android zum Dosensuchen losziehen. Bisher war dieses (genau wie sein WindowsMobile Vorgänger) nur ergänzendes Equipment […]

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