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Sunree D1 – ein Review

Dezember 29th, 2009 Posted in Allgemeines, Tools

Sunree D1

Na? Weihnachten gut überstanden? Noch Geld von der Omi zum Ausgeben über? Und die Cacheausrüstung könnte auch mal wieder etwas Auffrischung vertragen? Wir haben doch Nachtcachesaison. Wie wäre es da mit einem neuen Lämpchen?

Ich persönlich mag ja Taschenlampen. Die geben einem dieses tolle Gefühl etwas sehen zu können, obwohl es eigentlich Stockdunkel und auch so etwas wie Zivilisation weit weg ist. Finde ich irgendwie praktisch. Nachteilig ist allerdings, dass man irgendwie immer eine Hand mit der Funzel belegt hat, oder die Lampe leuchtet nicht da hin wo man es gerne hätte, da sie sich nicht ordentlich ausrichten lässt, wenn man die Lampe irgendwo ablegt. Gelegentlich halte ich die Latüchte dann mit den Zähnen fest. Das kann allerdings etwas anstrengend werden, wenn man z.B. die Mag 4D-LED mitführt. Findige Entwickler haben daher vor einigen Jahren (Jahrhunderten) eine Lampe entwickelt, die man am Helm tragen kann und es einem auch unter Tage ermöglichen mit beiden Armen unkontrolliert herum zu wedeln ohne dabei die Beleuchtung des Umfeldes zu vernachlässigen. Toll!

3 super-helle-LEDs

Diese Dinger gibt es mittlerweile in ganz vielen verschiedenen Ausführungen. Ganz klein und leicht, wird, mit nur ein paar Knopfzellen, ein fader Schein auf den Boden vor den Träger geworfen. Ganz hell und schon fast in der Lage Löcher in den Wald zu brutzeln kommen einige etwas größere Leuchten daher (die schweren großen mit fadem Lichtschein lass ich mal außen vor). Diese tollen Brutzler haben allerdings den Nachteil ziemlich schnell die Batterien leer zu lutschen. Daher mag ich Lampen, die sowohl ganz doll viel Hell, aber auch gerade soviel, dass es zum Rumlaufen reicht, bieten können. Die dürfen dann auch etwas schwerer sein, als ihre Knopfzellen-Brüder.

1W LUMILED

Bisher bin ich mit einer PrimeLite von Primus durch den Wald getigert. Mit der Lampe bin ich auch nach wie vor zufrieden. Allerdings hat mir JoFrie, der Taschenlampen-Papst, nun ein D1 aus dem Hause Sunree zukommen lassen. Was soll ich sagen: tolle Lampe. Sie ist nicht fokusierbar und versucht auch gar nicht dies zu verbergen. Der Reflektor sorgt für ein schönes gleichmäßig geflutetes Sichtfeld. Zum Laufen ideal. Meine bisher verwendete Kopflampe hatte den Nachteil ein recht beschränktes Feld auszuleuchten (ohne dabei für die Reflektorsuche o.ä. geeignet zu sein). Dadurch war ich gezwungen in etwas unwegsameren Gelände mit einer weiteren Handlampe das weitere Umfeld auszuleuchten. Sonst lief ich immer Gefahr Löcher, Steine, Äste etc. erst im letzten Augenblick zu erkennen. Damit wusste ich dann zwar immer worüber oder wo hinein ich da gerade gestürzt bin, aber die blauen Flecken gab es trotzdem. Vom Helligkeitsunterschied zur D1 will ich jetzt gar nicht mal reden.

Nun aber mal ein bisschen zu den Fakten:

Lieferumfang:

leicht verständliche Bedienungsanleitung

Die Lampe ist in einer schicken, Finger malträtierenden Blisterpackung verpackt. Mit einem geeigneteren Werkzeug als einem Kugelschreiber geht es wahrscheinlich recht einfach diese auf zu bekommen. Aber was soll man machen, wenn man gerade auf dem Weg zum Nachtcache ist und dieses Lämpchen dort direkt verwenden möchte. 😉

Neben der Lampe sind auch noch ein kompletter Satz AA-Batterien sowie eine kurze Anleitung beigelegt. Die Verwendung der Batterien erschließt sich einem noch recht einfach, was man vom Inhalt der Anleitung erst einmal nicht behaupten kann. Zumindest nicht, wenn man nicht Mandarin lesen kann (ich nehme mal an, dass es Mandarin ist 😉 ). Das ist aber nicht weiter Schlimm, denn die Funktionsweise erschließt sich einem recht schnell oder für die Käufer, die des Englischen mächtig sind, kann man noch auf der Produktwebseite nachlesen. Ich gehe davon aus, dass die Anleitung in Kürze zumindest auch in Englisch beiliegen wird.

Damit wären wir aber auch schon beim nächsten Thema:

Funktionen:

Die Lampe kennt zwei LED Modi. Zum einen wäre dort die Energiespar-Variante mit 3 einfachen Superhellen LED’s sowie die 1W LUMILEDS-LED. Zwischen den Modi schalte ich mit einem beherzten Tastendruck auf die einzige Taste auf der Unterseite der Lampe hin und her (1W-Aus-LP-AUS-1W-…). In beiden Modi gibt es dann wiederum 3 verschiedene Leuchtstärken (hell, weniger hell und nicht ganz so hell). Zusätzlich kann man auch noch mit einem Strobe-Modus verwirren (sowohl mit der 1W-LED als auch mit den normalen LEDs). Um die Helligkeit zu regulieren reicht ein kurzes, leichtes Tasten auf den Schalter. Beginnend mit dem hellsten Modi, wird die Lampe dunkler, noch dunkler und dann geht es in den Strobe-Modus über. Um zwischen diesen Modi herumzuschalten, muss jedoch die kleine, rote Signal-LED erst aus sein, die nach dem Einschalten für 1-2 Sekunden leuchtet. Also nicht wundern, wenn nicht direkt nach dem Anschalten heruntergeregelt werden kann.

obere Reihe: 1W LUMILED, unten supper-helle-LEDs. Belichtung 1/8s, Blende 2,8, Abstand zur weißen Fläche: 2m (Kamera und Lampe)

Leuchtfeld:

Die D1 leuchtet recht gleichmäßig mit einem wenig ausgeprägtem, weichem Spot der nur im Nahbereich bemerkbar ist. Durch die recht große Leuchtfläche ideal zum Laufen. Das obige Bild der Spots zeigt nur den zentralen Ausschnitt, da das ausgeleuchtete Feld für die vorhandene Brennweite einfach zu groß war.

Akkus und Laufzeit:

Batteriefach

Die 3 AA aus der Packung verraten es ja schön womit die Leuchte betrieben wird. Die Batterien werden in einem extra Batteriefach am Hinterkopf untergebracht. Durch die Batterien ist die Lampe wahrlich kein Leichtgewicht, aber dank dieser zweigeteilten Unterbringung (vorne Leuchten, hinten Strom), lässt die Lampe sich komfortabel tragen. Dank dieser 3 Energiespender soll die Lampe bis zu 250 Stunden lang leuchten (im schwächsten Modi selbstverständlich). selbst bei voller Leuchtstärke sind noch immer 10 Stunden drin. Ich habe diese Lampe nun schon 3 Wochen getestet (vor allem beim Laufen) und kann noch keine Schwächung der Leuchtstärke merken.

Technische Daten:

Schalter auf der Unterseite der Lampe

Meine Küchenwaage meinte ohne Energiespender bei 125g zu liegen. Nach dem die Batterien eingesetzt waren zeigte sie knapp 200g an. Eine gelbe. blinkende LED signalisiert das die Speicher weniger als 50% ihrer Urspungskapazität beinhalten. Bei weniger als 10% leuchtet dann eine kleine rote LED. Zu diesem Zeitpunkt wird man aber den Lichtverlust wohl schon bemerkt haben. Die IPX 4 Einstufung sorgt für ausreichend Witterungsbeständigkeit. Auch das unter Wasser Tauchen sollte mit dem Lampenkopf zumindest kein Problem sein. Beim Batteriefach bin ich mir da nicht so ganz sicher. Der Batteriefachdeckel sitzt zwar nicht lose, lässt sich allerdings recht leicht über die Dichtung setzen. Für den normalen Alltagsbetrieb ist dies jedoch mehr als ausreichend.

Fazit:

Prima Lämpchen. Die Ausleuchtung ist schön gleichmäßig, ohne harte Ränder, Donuts oder blinde Bereiche. Der Tragekomfort ist trotz des Gewichtes recht angenehm. Es gibt bei der Verarbeitung absolut nix zu bemängeln. Stabiles Gehäuse, sauber Nähte und ordentliche Kabelführung. Auch nach 3 Wochen Testbetrieb zeigten sich keine Schwächen. Das einzige, was meine Frau bemängelte, ist die fehlende Positionsleuchte am Hinterkopf. Ich selber habe solch eine Leuchte allerdings noch nie vermisst. Wobei, durch den transparenten Batteriefachdeckel könnte man solch eine kleine LED sicher einfach im Fach selber unterbringen. Etwas Platz wäre dort auch noch.

Wer also noch eine gute Kopflampe sucht sollte direkt zuschlagen. Für knapp unter 30,-€ ist diese Lampe derzeit beim Taschenlampen-Papst zu bekommen.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 29. Dezember 2009 um 10:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Tools abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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