…von und mit rehwald

Gehts noch?

Juli 13th, 2010 Posted in Allgemeines, geocaching

Vor einer Weile habe ich über Vorgänge im Nationalpark Vorpommern berichtet und auch darauf hin gewiesen, dass Caches dort von der Nationalparkverwaltung dahingehend überprüft werden, ob Cacher dort die Wege verlassen müssen um an die Dose zu kommen.

Die Einsammlung seitens der Verwaltung des Nationalparks Jassmund geht nun weiter. Meiner Meinung nach zu Recht, denn die meisten Owner haben gar nicht reagiert und ihre Caches dort belassen wo sie waren. das führt jetzt zur Haupturlaubszeit auch zu erhöhten Besucherzahlen und damit einer Verschärfung der problematischen Situation. Dem durchführenden Herrn Weigelt nun Geldschneiderei (wo durch fragt man sich da allerdings), Ignoranz und unsportliches Verhalten vor zu werfen ist allerdings eine Frechheit.

Wenn jemand in meinem (hier mal ein angenommener großer, Park ähnlicher) Garten einen Cache legt, hab ich damit ein Problem. Nun sag ich, statt gleich die Polizei zu rufen,  dem Cacher: „ok, mach deinen Cache, leg den aber so, dass die Rosenbeete nicht zertrampelt werden. Am besten direkt an den Wegen, damit niemand aus versehen etwas kaputt trampelt. Ansonsten sammel ich den ein.“ Statt einer Verbesserung kommen aber immer mehr Cacher und meine Rosen sind nur noch ein kümmerlicher Rest ihrer Selbst, also wird eingesammelt. Die Antwort ist aber nicht Verständnis für mein Problem, sondern meckern und schimpfen.

Wenn ein Cache so platziert ist, dass ich einen Weg des Parks verlassen und durchs Unterholz  oder den mittlerweile entstandenen Trampelpfad laufen muss, hilft es im übrigen auch nicht wenn der Cache selbst auf „neutralem Grund“ liegt. Und auch 30m ist nicht „direkt“ an der viel befahrenen Zufahrtsstraße.

Statt laut rum zu meckern und unberechtigte Vorwürfe zu machen, sollten die Owner (und auch andere lokale Cacher) lieber auf die Nationalparkverwaltung zu gehen und vielleicht sogar ein paar schöne Nationalparkmultis in Zusammenarbeit mit der Verwaltung gestalten.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 13. Juli 2010 um 10:43 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, geocaching abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

10 Responses to “Gehts noch?”

  1. S-Man42 sagt:

    Sehr gutes Statement, auch wenn es leider kein neues Problem ist. Aber ich unterschreibe ihn hiermit offiziell 🙂

  2. Pegasus37 sagt:

    Dabei ist ndr-antje eigentlich einsichtig: Auf unser Log zum Jagdschloß Granitz (http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a542d95c-f9ab-4a06-922a-496328d94dce&log=y#62176119) habe ich eine entschuldigende Mail bekommen und es wurde eine Verlegung angekündigt.
    Auch beim Gutspark Kapelle musste ich mich im Log (http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=23a868fd-f96f-405f-a85b-9b615188d0fa&log=y#57171870) negativ zur Platzierung des Caches äußern, und bekam auch da eine Entschuldigung und die Ankündigung zur Verlegung.
    Was aus den Verlegungen geworden ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

  3. Nachtfalke99 sagt:

    Amen!

    Ich find das Verhalten von dem Parkowner korrekt. Um einiges besser als so mancher Jäger der einfach so einsammelt.

    Wir sollten nicht nur Toleranz fordern, sondern auch gewähren.

    Nachtfalke99

  4. Altix sagt:

    Grundsätzlich kann ich Herrn Rehwald eigentlich nur zustimmen. Auch die verlinkten Beiträge unter „Vorgänge im Nationalpark“ finde ich äußerst konstruktiv und die Vorgehensweise des Nationalparkamtes völlig in Ordnung.

    Das Beispiel, welches hier Stein des Anstoßes war, ist jedoch ein wenig zwiespältig. Ich kenne den Cache nicht und kann deswegen auch nichts dazu sagen, ob er auf Privatgrund o.ä. liegt, oder ob man erst mit der Machete durchs Unterholz muss, um an den Cache zu gelangen. Lt. Garmin-Topo liegt er jedoch, wenn auch sehr knapp, eindeutig AUßERHALB des NLPs. Wenn das tatsächlich so ist, dann wäre die Aktion von Dr. Weigelt nicht in Ordnung, zumindest wäre aber seine Begründung für die Einsammlung unzutreffend.

    Statt im Listing rumzumaulen wäre es aber wohl sinnvoller, mit Dr. Weigelt in Kontakt zu treten, er scheint ja (noch) relativ gesprächsbereit zu sein.

    • rehwald sagt:

      zu den Grenzangelegenheiten und der „offensichtlichen“ Lage außerhalb: Auf der verschwommenen, eingescannten Karte auf der Seite des Nationalparks kann man eine Menge erkennen, nicht jedoch, ob der Cache wirklich innerhalb oder außerhalb des Parks liegt. Google Earth ist auch keine Hilfe, da dort ebenfalls gerne Verzerrungen von einigen Metern vorhanden sind. Die Nationalparkgrenze ist im §2 der Verordnung über den Nationalpark definiert. Dort ist vom Waldrand die Rede. Nach Aussage von Herrn Dr. Weigelt (ich selbst kenne den Cache nicht), lag der Cache direkt an den Bäumen des Waldrandes (nicht am Weg, sondern auf der Außenseite des Waldes!). Wer jetzt meint: „kleinkariert“, dem sei gesagt, dass der Wald wieder kleiner wird, wenn der Rand zerstört wird (logisch, denn er wird dadurch ja versetzt) und bei über 200 Funden in 1,5 Jahren latscht da im Schnitt jeden zweiten Tag einer durch die 15m Wald vom Weg zur Dose (niemand schleicht sich mehrere 100m am Waldrand lang, wenn es zwischen den Bäumen viel kürzer ist). Das gibt einen schönen Trampelpfad.

  5. Lady Allista sagt:

    Lacht mich aus, aber es war mir ein Bedürfnis!

    „Hallo Herr Dr. Weigelt,

    Ich bin über rehwalds blog (http://rehwald.eu/2010/06/03/warum-caches-im-nationalpark-eingesammelt-werden bzw. http://rehwald.eu/2010/07/13/gehts-noch) auf Ihr Vorgehen aufmerksam geworden.

    An der Stelle auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön für die Kooperations- und Dialogbereitschaft!

    Ich hoffe, Sie lassen sich diese nicht von den dämlichen Kommentaren einiger weniger verderben – wenn Sie die Reaktionen im Blog und auch an anderer Stelle (bei den „Dosenfischern“ wurde das Thema auch bereits aufgegriffen!) lesen, werden Sie sehen, daß die Mehrheit der Cacher durchaus bereit und in der Lage ist, ihr Hirn zu nutzen!

    Bitte machen Sie weiter so!

    Mit lieben Grüßen
    Lady Allista“

    Vielen Dank fürs Aufmerksam machen!

  6. hmichel777 sagt:

    Egal, ob der Cache im NLP liegt oder nicht. Wenn der Cache regelmäßig derart gesucht wird, dass Cacher die Wege im NLP verlassen, um dort hin zu kommen (z. B. weils ne Abkürzung ist), dann gehört er entfernt.

    Auch wenn es weh tut. Das wird uns künftig noch öfter passieren. Mit zunehmender Cachedichte, steigender Zahl Cacher und Bekanntheitsgrad des Cachens (und damit die Erlangung der Erkenntnis woher die „Störungen“ stammen, über die man sich möglicherweise schon länger wundert), werden die Konfliktherde zunehmen. Tendenziell dürften wir Cacher dabei immer den kürzeren ziehen, wenn wir es auf Konfrontationen ankommen lassen und nicht versuchen, die Probleme im Dialog zu lösen.

    jm2c

  7. Euni sagt:

    @Pegasus37
    Ich habe vor wenigen Tagen Gutspark Kapelle gefunden.
    Der Cache liegt außerhalb des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft“. Er lag früher auf Privatgelände, wurde aber – wie den Logs zu entnehmen – inzwischen verlegt.
    Jagdschloß Granitz bin ich noch nicht angegangen, scheint aber außerhalb des Nationalparks „Jasmund“ zu liegen.
    Euni

  8. rehwald sagt:

    Ich frag mich gerade, wer auf so eine Schnappsidee kommt und an Stelle des entfernten Cachebehälters einfach mal ein Petling hinterlegt? Log beim Schlösschen Ranzow

    Da bleibt ja der Verwaltung fast nichts mehr übrig als eine Anzeige zu schalten. Die vorhergehenden Aussagen waren schließlich eindeutig. Und es dürfte ja auch kein Problem sein, dass der Owner den Cache ein wenig verlegt! Aber so etwas muss der Owner machen!

    Manche kennen echt keine Skrupel, wenn es um den Gummipunkt geht.

    PS: wenn man sich die Google-Map im Geländemodus anschaut, sieht man, dass der Cache IM Park liegt, Sattelitenansicht zeigt, es sei draußen, Karte sagt gar nix. Aber die amtliche Gaia-MV-Karte sagt wiederum: drinn (harrscharf zwar, aber drinn)

  9. Lady Allista sagt:

    Immerhin folgte dann wohl doch noch die Einsicht, wenn selbiger auch etwas nachgeholfen wurde… ^^



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