…von und mit rehwald

Geocaching vs. Grundbesitzer

November 26th, 2010 Posted in Allgemeines, geocaching

Der Artikel verweist zwar auf eine Anfrage an die Staatsregierung in Bayern, aber trotzdem ließe sich die Antwort ohne weiteres auf andere Bundesländer übertragen. Also Lesebefehl: Geocaching ist keine organisierte Veranstaltung bei Schrotti.

Im Grunde werden von der Regierung des Freistaates die Standpunkte vertreten, die in der „Szene“ bereits weitestgehend anerkannt sind (bis auf einen Punkt im Rahmen z.B. des Fledermausschutzes). Interessant ist dabei, dass die Fragestellung von einem Abgeordneten des Landtages und Vertreter der Grundbesitzerverbände gestellt wurden. Dabei sind selbst die zielführend gestellten Fragen nicht ganz so ausgefallen, wie es sich der Frager gewünscht hat. Vielleicht sollte dieser oder ein ähnlicher Fragenkatalog auch an andere Landesregierungen gerichtet werden um endlich etwas (rechtliche) Sicherheit beim Betreten von Wald und Flur zu bekommen.

Sind zufällig Geocacher in deutschen Landtagen zu finden?

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 26. November 2010 um 09:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, geocaching abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

5 Responses to “Geocaching vs. Grundbesitzer”

  1. UF sagt:

    Ich wäre mit der Übertragung auf andere Bundesländer zumindest was Landeswaldgesetze und LNatSchGesetze vorsichtig. So enthält das BayNatSchG eine sehr strenge Regelung die uns Cacher betreffen nämlich in
    „Art. 33a
    Sauberhaltung der freien Natur

    (1) 1 Bei der Ausübung des Rechts nach Art. 21 dürfen bewegliche Sachen in der freien Natur außerhalb der dafür vorgesehenen Einrichtungen nicht zurückgelassen werden.
    2 Werden Sachen entgegen Satz 1 zurückgelassen, kann die zuständige Naturschutzbehörde Anordnungen gegen den Verursacher treffen.
    3 Sie kann zurückgelassene Sachen in Verwahrung nehmen und verwerten.
    4 Für die Verwahrung, Verwertung und Herausgabe der verwahrten Sachen sowie für die Herausgabe des Erlöses finden Art. 26 bis 28 Abs. 2, Abs. 3 Satz 3 und Abs. 4 des Polizeiaufgabengesetzes sinngemäß Anwendung. 5 Die abfallrechtlichen Vorschriften bleiben unberührt.“

    Eine vergleichbare Vorschrift gibt es z.B. im Rheinlandpfälzischen Waldgesetz oder Naturschutzgesetz nicht. Auch in einigen anderen Bundesländern die ich mir mal angeschaut hatte, fehlen solch strenge Regelungen.

    Die Regelungen zu den organisierten Veranstaltungen dagegen sehen in den mir bekannten Gesetzen recht ähnlich aus. Da wäre eine Übertragung auf andere Länder möglich.
    Grüße in den Norden
    Uwe aka UF

  2. rehwald sagt:

    Das meinte ich doch. Im Grunde ist es in den anderen Ländern ähnlich, wenn nicht gar lockerer gehandhabt. Nur wie es die Landesregierungen so sehen, mag ja doch etwas unterschiedlich sein. Vor allem ob es eben eine organisierte Veranstaltung ist oder eben nicht. Die Feinheit, ob die hinterlassene Dose dort rechtmäßig liegt oder nicht liegt ja sowieso schon im Verantwortungsbereich des Owners. Nur sollte ja abgeklärt werden ob das reine Aufsuchen eines vorhandenen Caches bereits eine Ordnungswidrigkeit (oder schlimmeres) darstellt.

    wie aus einer beweglichen Sache eine unbewegliche wird ohne in den Bereich der Sachbeschädigung zu reichen, ist ebenfalls als Problem des Owners zu sehen. Wobei Problem trifft es ja nicht ganz. Ich betrachte so etwas lieber als Herausforderung 🙂

  3. -jha- sagt:

    Auch wenn sich das ganz positiv liest: Der negative Effekt ist, dass noch mehr Publicity für Geocaching -diesmal auf Amtsseite- erreicht wurde.

    Ich halte es nicht für zielführend, mittels Landtagsanfrage noch weitere schlafende Hunde bei diversen Lobbyverbänden zu wecken, die dann zukünftig ein bisher unbeackerte Tätigkeitsfeld für sich entdecken.
    Denn gegen solche können wir nur verlieren.

  4. rehwald sagt:

    Das ist allerdings ein Argument gegen den vermeintlich selbstlosen Einsatz seitens eines Geocachers. Allerdings lässt die Antwort bei Anfragen Seitens diverser Lobbyverbänden doch hoffen, dass diesen nicht immer nach dem Munde geredet wird.

  5. Jörg (DWJ_Bund) sagt:

    @-jha-:
    Ja, das ist richtig, es wird mehr behördliche Aufmerksamkeit geben. Ob viel oder wenig kann man aber nicht sagen.

    Der Abgeordnete wurde vermutlich von Interessenverbänden „auf die Spur gesetzt“ oder er handelte aus eigenem Antrieb. (Und da wurde vermutlich eine andere Antwort des Ministeriums erwartet…)

    Aufzuhalten ist sowas nicht, aber begrenzen kann man es durch z.B. gute (Dialog)Beispiele aus der Praxis, die den behördlichen Muggeln die konkrete Sorge nehmen oder zumindest dämpfen.

    Wenn ein regionaler Vorfall virulent wird, kann es manchmal ganz hilfreich sein, zum nächsten Stammtisch einzuladen und dort offen zu reden. Das muss man aber immer situativ entscheiden, denke ich.

    Allerdings muss man bedenken, dass es soooo eine Menge an (suchmaschinenindexierten) Blog/Forum/Medienmeldungen über Geocaching gibt, da ist es schon längst nicht mehr machbar, das Geocaching im Verborgenen abhandeln zu können.

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