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Die Nacht zum Tage machen – mit der Led Lenser M14 um den See

Januar 11th, 2011 Posted in Geocaches, geocaching

[Trigami-Review]Kurz vor dem Jahreswechsel bekam ich von Led Lenser die neue M14 für einen Testbericht zur Verfügung gestellt. Genauer gesagt waren es sogar zwei. Eine habe ich gleich weitergereicht und damit meinem regelmäßigen Mitcacher Me-Hunter eine Freude bereiten können.

Kurz nach Start

Kurz nach dem Start der Tour wird es auch schon dunkel

Als Ultimativen Test haben wir uns etwas besonderes ausgesucht. Nachtcaches haben wir in unserer Region mittlerweile alle schon gefunden. Also suchten wir nach einer Alternative. Da gab es noch einen Cache, den wir beiden schon im Sommer machen wollten, jedoch auf Grund verschiedener Umstände nie schafften. Plötzlich war Winter, die Tage zu kurz, das Wetter zu schlecht. Vor allem die Dunkelheit war es, dass wir diesen Cache noch nicht „erledigt“ hatten. Ich spreche von der Runde um den Schweriner See (GC2EV7C). Immerhin als Sommerwetter-Radwanderer-Touristen-Runde gedacht, haben wir uns überlegt den Cache doch einfach mal auf seine Winterfestigkeit zu überprüfen. Also verabredeten wir uns zu dieser Runde und wurden dabei mehrmals vom Wetter in unserem Elan ausgebremst. Erst zu nass, dann zu kalt. Dann lag plötzlich überall so weißes Dings rum. Meterhoch. Und immer auf den Wegen.

Hinweissuche im Flutlicht

Doch nun war uns alles Egal, wir zogen los. Dabei hatten wir zumindest von den Temperaturen etwas Glück. Nach vielen Wochen des Frostes und meterhohen Schneewehen hatten wir Tauwetter mit knapp 3 Grad. Die Eingangs erwähnten Schneewehen hat dies nur in so weit beeindruckt, als dass sich auf diesen eine feste Eiskruste gebildet hat, die wiederum von einem schönen gleichmäßigen Wasserfilm bedeckt war. Das Ergebnis war eine elende Eierei durch mehrere Kilometer Naturschutzgebiet. An fahren war dabei nicht zu denken. Die folgenden Abschnitte haben wir uns dann lieber auf den befestigten öffentlichen Straßen aufgehalten. Dort war immerhin kein Eis mehr und wir konnten fahren.

Ausleuchtung der kompletten Bunkerseite

Nur die vom Vorderrad hochgewirbelten und ohne Umwege in die Schuhe beförderten Wassermassen störten den Gesamteindruck etwas. Aber nicht schlimm, denn auf den Wegen davor, bin zumindest ich mehrfach in knöcheltiefe Wasserlöcher getapst. Zumindest war das Wasser sauber. Kurz vor Schwerin, nur noch wenige Stationen bis zum Ziel, mussten wir dann wieder vermehrt von den befahrenen Straßen herunter um zu den Stationen zu kommen und hatten dann dort mit ähnlich glatten Wegen zu kämpfen. Nichts desto trotz haben wir alle Stationen zusammen bekommen und konnten uns so den Weg zum Final errechnen.

 

 

Nun aber zurück zum eigentlichen Auslöser dieser Idee, der M14 aus dem Hause Zweibrüder. Sie wurde auf der Runde unser einziges Beleuchtungselement (von der doch etwas schwächlichen originalen Fahrradbeleuchtung mal abgesehen; warum macht Zweibrüder nicht da mal was? Idealerweise zum Betrieb am Nabendynamo!?). Andere Leuchtmittel waren nicht im Einsatz, der Bedarf war zu keinem Zeitpunkt da. Im Video hat Henrik schon demonstriert, wie er die Lampe am Fahrrad befestigt hat und diese Methode hat sich auch die komplette Tour über bewährt. Ich selber habe einen Universal-Lenker-Adapter benutzt, der etwas unterdimensioniert war, aber seine Aufgabe ebenfalls mit Bravour absolvierte. Die Lampen selbst haben sich dabei als fast ideale Fahrradbeleuchtung bewährt, eine ovale oder auch kegelige Ausleuchtung wäre für diesen Zweck zwar besser geeignet, würde aber mit Sicherheit bei anderen Verwendungszwecken zu Problemen führen.

Lichtspielchen

Das Focussystem, genannt Advanced Focus System, hat sich als ausgenommen praktisch erwiesen, wenn es darum ging die Ausleuchtung an die Fahrbahnbreite anzupassen. So sind wir mit vollständiger Ausleuchtung durch den Wald um alle Hindernisse und Ausweichmöglichkeiten möglichst schnell erkennen zu können, während wir die schmaleren und sauberen Radwege mit relativ stark gebündeltem Licht gefahren sind um mehr Reichweite zu erzielen.

universell einsetzbarer Clip, hier als Fahrradhalter

Die von Led Lenser als Smart Light Technology bezeichneten Beleuchtungsprogramme sind die schon von den Modellen M7 und M7R bekannten Programme. Neben dem Normalmodus gibt es auch hier einen Energiesparmodus, der die Lebensdauer einer Akkuladung zu leichten ungunsten der Helligkeit erhöhen soll. Ferner sind 3 Lichtprogramme vorgesehen um sich in bestimmten Anwendungsfällen nicht durch sämtliche Lichtmodi klicken zu müssen. So sind neben dem „Professional“-Modus, der sämtliche Lichtprogramme anbietet, auch ein Defense (Licht und Verteidigungs-Stroboskop)  und ein Easy-Modus (Licht und gedimmtes Licht) vorgesehen. Für die meisten Anwedungsfälle dürfte der Easy-Modus ausreichend sein, denn die erweiterten Lichtmodi wie Blinken und SOS dürften für den „Normalnutzer“ recht selten notwendig sein.

immer noch klein genug für enge Spalten und Ritzen

Vom rein subjektiven Handling und der Qualitätsanmutung steht die M14 den kleineren Geschwistern in nichts nach. Sie ist praktisch der ausdauernde Klon der M7. Der leicht gesteigerte Umfang und die marginal größere Länge fallen nicht so sehr ins Gewicht. Etwas eher dürfte da schon das gesteigerte Eigengewicht der Lampe zu bemerken sein. Dafür erhält man allerdings eine um ein vielfaches gesteigerte Ausdauer und dank der etwas größeren Reflektorlinse auch eine leicht bessere Reichweite. Zumindest auf dem Papier, denn im Wald sind die knapp 25m theoretischer Reichweitenvergrößerung kaum zu spüren.

LED M7 M7R M14
Länge 137 mm 156mm 162 mm
Gewicht 193 g 206 g 364 g
Lumen 220 lm 220 lm 225 lm
Batterien 4x AAA 1 x ICR18650 4x AA
Energietank 7,2 Wh 8,1 Wh 16,8Wh
Leuchtdauer 11 h 20,5 h 96 h
Leuchtweite 255 m 255 m 280m

Einen Nachteil hat die größere Linse jedoch. Durch die größere Fläche ist die Polycarbonat-Linse noch schneller potentiellen Kratzern ausgesetzt. Die Oberfläche soll zwar versiegelt und geschützt sein, doch nach einem Sturz auf den glatten Wegen hat die Linse bereits einen leichten Kratzer davon getragen. Dieser beeinträchtigt das Leuchtbild zwar keineswegs, könnte bei entsprechender Anzahl an Kratzern jedoch zu einer Leuchtkraft-Einbuße führen.

Reflektorlinse

Die Verarbeitung ist wie gewohnt hervorragend. Allerdings ist durch das Focus-System eine Wasserdichtigkeit auch hier nicht gegeben. Einen kurzen Ausflug in eine 30cm tiefe Schmelzwasserpfütze hat die Lampe jedoch ohne Wassereinbruch überstanden. Die Brünierung ist weitgehend Kratzfest und quittiert erst härteren „Feindkontakt“ mit Kratzern. Das Magazin ließ sich auch im funzeligen Schein des Mondlichtes recht einfach mit neuen Akkus bestücken. Der aus dieser Reihe schon gewohnte Clip bleibt im übrigen zu Hause, da die Lampe doch schon etwas am Gürtel zieht. Die lose Aufbewahrung im Rucksack ist aber auch nicht das Wahre, denn dort kann die Linse all zu leicht verkratzt werden, wenn sie mit den anderen Ausrüstungsgegenständen härteren Kontakt bekommt. Der Nachteil des Gürtelclips kann mittlerweile durch Taschen aus dem Zubehör ausgeglichen werden (dies gilt auch für die kleineren Modelle der M-Reihe). Ganz sinnlos ist der Clip aber nicht, ermöglicht er doch universelle Befestigungsmöglichkeiten der Lampe, die eine Tasche nicht leisten könnte.

einfach zu bedienendes Magazin

Fazit Thomas:

Alles in allem eine gute Lampe, die den größten Nachteil geringer Ausdauer der kleineren Brüder der Reihe gut ausgleicht, dafür aber mit etwas mehr Gewicht daher kommt. Diese Lampe leistet eigentlich alles was der geneigte Geocacher benötigt. Das Gewicht und die Größe sind zwar am oberen Rand dessen was man als handlich bezeichnen kann, aber die Ausdauer reicht nun auch für wirklich langwierige Nachtcaches ohne dass man Gefahr läuft plötzlich im Dunkeln zu stehen. Damit kann mein bisheriger Totschläger mit den 4D-Zellen endgültig aufs Altenteil geschickt werden.

Fazit Henrik:

Ich bin sehr froh, dass ich nun so eine „kleine“ lichtstarke Lampe besitze, immerhin war auch die P17 ein ganz schöner  „Prügel“. Die Lichtausbeuten der beiden Lampen sind nahezu gleichwertig, wobei bei genauerem Hinsehen die Einstellung „breites Licht“ (oder wie das heißt) bei beiden Lampen zum selben Lichtkreis (Durchmesser und Lichtstärke) führen. Beide Kreise sind deckungsgleich, inkl. des ein klein wenig helleren Kreisrings bei ca. 1/3 des Durchmessers. Den Vergleich mit der P17 gewinnt die M14 somit spielen wegen des erheblich geringeren Gewichts. (Einziger Vorteil der P17: Wildschweinabwehr….). Von den Vorteilen der Mikrocontrollersteuerung im Bezug auf gleichförmige Ausleuchtung bis zum Ende der Energiespeicher, werde ich mich in nächster Zeit überzeugen lassen, denn der erste Akkusatz hat sich bis jetzt nicht verbrauchen lassen.

als Fluter und stark fokussiert macht Sie eine gute Figur

Tolle Bilder vom Einsatz der Lampen kann man auch in der Led Lenser Gallery bewundern oder im Forum über die Vor- und Nachteile diskutieren. Wer es lieber mit direktem Kontakt mag, kann sich auch bei Facebook über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse aus dem Hause Zweibrüder informieren lassen. Wer jedoch nur Informationen zur M14 sucht, geht am besten gleich hier und jetzt zum Produkt.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 11. Januar 2011 um 13:02 Uhr veröffentlicht und wurde unter Geocaches, geocaching abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

2 Responses to “Die Nacht zum Tage machen – mit der Led Lenser M14 um den See”

  1. -jha- sagt:

    Wieviele bezahlte Trigami-Reviews werden wir noch von dieser Lampe lesen? Die ersten zwei diese Woche waren ja noch o.k, aber muss jetzt wirklich jedes Blog so ein Ding kostenlos bekommen, um dann einmal die Reklamesprüche („Advanced Fokus System“, „Energietank“, „Smart Light Technology“, jeweils für Google mit Link) artig aufzusagen?

    Zur Lampe: Schöne Spaziergängerlampe, wo’s aufs Gewicht genauso wenig ankommt wie auf Wasserdichtigkeit oder Robustheit.
    Was bringt einem ein Drucktaster aus Metall, wenn die Linse vorn aus besonders zerkratzanfälligem Kunststoff ist? DAs ist doch wieder das gleiche wie wie bei allen (fast allen) LedLenser Lampen vorher: Nicht kratzfester als eine CD-Jewelbox.
    Die 1-2 Gramm, die eine zusätzliche, gehärtete und entspiegelte Scheibe auf die Waage geschmissen hätten, auf die wäre es doch nun auch nimmer angekommen.

    So kann nur der Rat an die Käufer sein: Lampe immer in einem geschlossenen Holster transportieren, vor allem nicht im Rucksack-Staufach mit spitzen Gegenständen wie Kugelschreibern, Schlüsseln oder dem Leatherman.

  2. -jha- sagt:

    p.S.: Ich hätte gehofft, dass Ledlenser endlich die Konstruktion der „Batterietanks“ überarbeitet, dass bei Stürzen der Lampe nicht die 4 kleinen Schräubchen an der Stirnseite (bei den Kontakten) ausreissen.

    Klar, der Service vom Hersteller tauscht die Dinger sehr kulant aus. Aber hat man nicht lieber etwas was -a la Maglite oder Fenix- gar nicht erst kaputtgeht?



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