…von und mit rehwald

Wenn es doch mal ungemütlich wird – die Outdoor Research Helium II

Oktober 4th, 2012 Posted in Allgemeines, Tools

Vorweg: die hier beschriebene Jacke wurde mir freundlicherweise von den Bergfreunden zur Verfügung gestellt.

Seit einer Weile gehört sie nun zur täglichen Grundausstattung, die Helium II von Outdoor Research. Ob beim Radeln, Klettern, mit dem Boot über den Schweriner See paddeln oder einfach nur durch die Landschaft stapfen, die Jacke ist mittlerweile immer dabei. Dank extrem leichter 180g Gesamtgewicht und kleinstem Packmaß, lässt sie sich auch problemlos in so ziemlich jeder Situation mitführen.

Mit einer Fleece-Schicht drunter sehe ich zwar aus wie ein Michelin-Männchen, aber  so ist es auch bei gefühlten -6° noch angenehm warm.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Die Nähte sind durchgehend verschweißt und auch die wenigen Zipper sind allesamt gut zu bedienen und vor allem wasserdicht. So transportiere ich mein Handy, wenn es mal so richtig stürmt und gießt, z.B. mittlerweile lieber in der Brusttasche der Jacke als in der vermeintlich besser geschützten Hosentasche. Dort ist es auch vor Schweiß bestens geschützt.

Extrem leicht und klein…

Grundsätzliche ist die Jacke aber recht minimalistisch ausgeführt. Eine Brusttasche sowie eine Tasche auf der linken Innenseite die auch zum Verstauen und Verpacken der Jacke bei Nichtgebrauch herhalten darf, sind als Transportmöglichkeiten für mitzuführendes Kleinmaterial verfügbar. Durch die leichte Ausführung und dementsprechend dünnes Material sollte allerdings eh nicht allzu viel schweres Material in den Taschen transportiert werden, da dies sofort zu Ausbeulungen führt und den Tragekomfort drastisch verschlechtert. Ich habe meist nur ein Handy in der Brusttasche und eine Packung Tempos in der Innentasche. Der Rest ist dann am und im Rucksack oder den Hosentaschen.

…wenige, aber wasserdichte Reisverschlüsse und reflektierende Logos.

Die Reißverschlüsse haben alle eine kleine, stabil ausgeführte Kordel statt eines festen Anfassers, der sich auch mit Handschuhen problemlos greifen lässt. Allerdings reicht manchmal nicht eine Hand aus um die Jacke zu öffnen, da die Dichtung der Reißverschlüsse selbigen etwas schwer gängig machen. Dies kann auf dem Rad schon mal ein wenig unangenehm werden, wenn man nur ein wenig die Luftzufuhr am Hals regulieren möchte und dazu aber nicht unbedingt anhalten möchte.

Idealer Kletter- und Wanderbegleiter,…

Kleine reflektierende Logos an Ärmel und Brust, sowie eine reflektierende Naht an der Kapuze sollen für mehr Sicherheit durch bessere Sichtbarkeit sorgen. Für meinen Geschmack könnten es aber noch ein paar mehr sein. Die weiteren kleinen, cleveren Details wie abgedeckte Enden der Reißverschlüsse, praktisch angebrachte Schlaufen und Zugbänder sorgen aber insgesamt für ein gutes, ausgewogenes Gesamtpaket.

…falls mal Regen aufziehen sollte und …

Bei stark schweißtreibenden Aktivitäten kommt die Atmungsaktivität allerdings gelegentlich auch mal an die Grenzen des Machbaren und an der Innenseite sammelt sich die Feuchtigkeit. Aber dies ist, Konstruktions- und Materialbedingt bei allen mir bisher bekannten Hardshell-Jacken der Fall gewesen. Bei den meisten ist dieser „Taupunkt“ allerdings schon ein wenig früher erreicht.

…atmungsaktiv, falls es doch mal anstrengender wird.

An den Ärmeln sind Gummis vernäht die für einen sauberen Anschluss an die Handschuhe sorgt. Die Gummis sind, zumindest bei mir, ein wenig größer als mein Handgelenkdurchmesser, was aber kaum ein Problem darstellt, so lange man die Arme nicht nach oben in den Regen hält (weil man z.B. das Zeltgestänge über Kopf zusammenbauen muss). Dafür schnürt es einem aber auch nicht das Blut in den Händen ab. Eine Forerunner passt allerdings nur mit viel fusseln und zerren darunter, was dazu führt, dass das Handgelenk dort dann doch wieder frei liegt (die Uhr über Kleidung zu tragen mag ich mal so gar nicht).

Ist immer irgendwie unterzubringen…

Am Bündchen ist eine Kordel eingebaut die einen sauberen und auch bei starkem Bewegungsdrang dauerhaften Abschluss zum Beinkleid gewährleistet und dort einen hervorragenden Job macht. Der Kragen ist bis auf Kinnhöhe hochgezogen und die Kapuze lässt sich mit einem Gummizug auf der Rückseite perfekt einstellen ohne dass das Sichtfeld darunter leiden muss. Die Optik ist mit aufgesetzter Kapuze eher zweifelhafter Natur, aber in Situationen wo diese Notwendig ist, zählt eh mehr die Funktion als die Optik. Generell ist die Jacke allerdings ein echter Hingucker, was auch an der gewählten Farbe liegen könnte. Für diejenigen die lieber etwas dezenter unterwegs sind, gibt es selbstverständlich auch andere, weniger farbenfrohen Kolorierungen.

…dank kleinem Packmaß.

Eines möchte ich noch anmerken zur Verpackung/Transport. Statt in die relativ kleine Innentasche gefaltet zu werden, rolle ich die Jacke meist nur in die Kapuze ein und nutze die Kordel selbiger um das Päckchen dann zu sichern. Geht dann genauso gut wegzupacken, lässt sich aber einfacher und vor allem schneller machen als in der vorgesehenen Verstaumöglichkeit mit der kleinen Innentasche. Dafür hat diese wiederum eine kleine Schlaufe mit der man das Päckchen auch z.B. an einen Karabiner hängen kann, falls der Rucksack mal zu Hause bleiben soll.

Bleibt auch auf dem Schweriner See bei richtig schlechtem Wetter wasserdicht.

Achja, eines noch: auch als Laufjacke hat sie sich schon hervorragend beweisen können. Sowohl als Regenschutz bei schlechtem Wetter, aber auch als wärmende Schicht beim Warten auf den Staffelläufer vor einem im Wettkampf. Alles in allem muss ich sagen, ist diese Jacke mehr als zu empfehlen.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 4. Oktober 2012 um 14:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Tools abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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