…von und mit rehwald

28. Schloßgartenlauf Ludwigslust

6. Juni 2011 geposted in laufen | 6 Kommentare »

Gestern waren wir beim 28. Ludwigsluster Schloßgartenlauf. Und mit “wir” meinte ich die ganze Familie sowie zwei Kollegen. Die eine Hälfte der Familie ist gelaufen, die andere Hälfte feuerte an. So ist die 1,06m große Emma als erste vor allen wieder im Ziel gewesen. Sie es in ihrem allerersten öffentlichen Lauf geschafft sich den 1. Platz ihrer Altersgruppe beim 2km Kinderlauf zu erlaufen :-) (ich schaffte es mal grad auf Platz 7 von 8 :-| ).

Augenscheinlich nicht die Größte innerhalb der Konkurenz

Augenscheinlich nicht die Größte innerhalb der Konkurenz

Der Start war zünftig mittels Pistole (Knall, Peng) und so ging es nur 3 Minuten nach den Zwergen auch schon für die “Großen” los (die Walker wurden bereits vorher in entgegengesetzter Richtung auf den Kurs geschickt). Die breite Allee in Richtung Schloß war ideal um sich erst einmal ein wenig zu orientieren und sich ein Plätzchen in der Gruppe zu suchen, denn es ging  kurz darauf direkt über schmale Wanderwege quer durch den Park.

Alles wartet auf den Startschuß

Jetzt gehts looos!

Da ziehen wir von Dannen

Immer mal wieder geht es über kleine Zierkanäle. Die Brücken dürften die höchsten Erhebungen gewesen sein, die sich uns auf diesem Kurs vor die Füße geworfen haben. Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert. Verlaufen quasi unmöglich. Gott sei Dank, denn auf der zweiten Runde dieses 5km-Rundkurses hatte ich zeitweilig niemanden mehr vor mir, was mir dann doch etwas Angst machte. Vor allem war auch spätestens in der zweite Umrundung kaum noch Zuschauer an der Strecke, da der Großteil die 5km gelaufen ist und man dann natürlich den eigenen Läufern zur Zielgeraden gefolgt ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich ja mal nach der ein oder anderen Abkürzung umschauen können… :-)

Nordic Walküren

Was aber gelegentlich störte waren die Walker, welche auf entgegengesetztem Kurs auf die Strecke geschickt wurden. Darunter auch die inzwischen obligatorischen Nordic Walker. Leider konnten einige (zum Glück nur wenige) von ihnen die gewohnte Art, mindestens im Duett aufzutreten und schnatternd und wild mit den Aluminiumrohren rudernd ihre komplette Umwelt auszublenden, nicht ablegen. Der Weg war zeitweilig etwas schmal, so dass sich zwei entgegenkommende gerade so passieren konnten. Nicht aber besagte Nordic Walküren. Da musste man als Läufer schon mal auf der Außenseite eines Bäumchens um die kleine Gruppe schnatternder Vierfüßer herum jonglieren. Zum Glück waren die Walker aber auf Kollisionskurs, so dass sich die Begegnungen recht kurz hielten und man sich meist dann doch mit einem grimmigen Blick noch freie Bahn verschaffen konnte. Bei gleicher Laufrichtung hätte es wohl mehr “Verluste” in Folge langer Überholvorgänge gegeben.

Auf den letzten Metern noch einen einen ordentlichen Endspurt...

Der Papa kommt "etwas" später ins Ziel

Während ich also so meine Runden drehte und der lieben Kollegin hinterhergucken durfte wie sie Meter um Meter weiter vor mir her läuft (ok, sie musste auch 5km mehr laufen und wollte wohl zeitig zum Mittag wieder da sein :-) ), stieg die Temperatur ins Unermessliche. Später, am Ziel, sollte ich erfahren, dass das Thermometer mittlerweile auf 28° gestiegen ist. Bei so hohen Temperaturen bin ich bisher noch nie gelaufen. Aber es lief gut, denn zumindest meine Sonnenbrille, welche ich vergaß vor dem Start abzulegen, gaukelte mir angenehme Verhältnisse vor. Aber nicht nur ich lief, sondern auch der Schweiß. Auf der Hälfte ignorierte ich dann den Verpflegungsstand mit seinem reichhaltigem Getränkeangebot da es mir einigermaßen gut ging. Immerhin die Hälfte geschafft. Ab jetzt heißt es Kilometer rückwärts zählen. Dabei war der Forerunner aber keine dolle Hilfe, da er immer ein paar Meter verschluckte und so stehts zu spät tirilierte und am Ende locker mal eben mehr als 300m zu wenig aufgezeichnet hat. Auf den letzten zwei Kilometern wollte ich dann noch etwas Gas geben, was auch zum Teil funktionierte, so dass ich auch noch den ein oder anderen Läufer wieder einsammeln konnte. Mein Tagesziel von einer Zeit unter einer Stunde habe ich allerdings nicht ganz erreicht, dafür war es dann wohl doch etwas zu heiß (oder ich einfach zu langsam). Zumindest war es ein guter Testlauf für den Fünf-Seen-Lauf in 4 Wochen.

Am Ziel angekommen, wo im übrigen noch mit klassischer Stoppuhr die Zeit genommen wurde (laut meiner eigenen Messung allerdings sehr exakt), erwartete den erfolgreichen Finisher noch ein obligatorisches Shirt was auch die erfolgreichen Kleinen bekamen und Emma ist wahnsinnig stolz drauf, auch wenn es noch zig Nummern zu groß ist. Das ich die Verpflegungsstation ausließ und auch im Anschluss nur wenig trank, rächte sich übrigens noch mit extrem starken Kopfschmerzen und totaler Niedergeschlagenheit am Nachmittag, was sich aber bis zum Abend wieder einpendelte. Vielleicht hätten wir aber auch nicht noch nach dem Lauf in der prallen Sonne über das Lindenfest gehen und uns dort mit Eis vollstopfen sollen.

Der Lauf war sehr schön und gut organisiert, auch wenn, oder vielleicht auch gerade weil, alles den Eindruck einer reinen Amateur-Veranstaltung von und für gleichgesinnte Lauf-Verrückte machte. Wenn alles klappt, sind wir im nächsten Jahr auch wieder mit dabei. Vielleicht läuft dann sogar die ganze Familie…

ich bin doch noch Anfänger!

26. Mai 2011 geposted in laufen | 9 Kommentare »

Ich laufe nun seit ganzen 4 1/2 Wochen und bin gestern zum wiederholten Male die 12km gelaufen (naja gestern zumindest fast beinahe 12, dafür sogar mit einem ordentlichen Sprint auf den letzten paar hundert Metern und die Luft war noch lange nicht zu Ende). Die 5km hab ich auf 2 Wettbewerben unter 28 Minuten erlaufen (den ersten nach ganzen 2 Wochen Vorbereitungszeit, den zweiten eine Woche später). Das könnte man ja noch unter “grundsätzliche Fitness” abhaken. Nur die 12km in ähnlichem Tempo gelaufen wie die 5km-Trainingsläufe irritieren jetzt doch. Das passt irgendwie mit keinem der üblichen Trainingspläne/Anfängertipps zusammen.
Was mach ich falsch? Ich kann das als totaler Lauf-Novize irgendwie nicht wirklich einordnen.


Hilfreiche Tipps bitte in die Kommentare.

“Georunner” bei Lost in MV

26. Mai 2011 geposted in Events, geocaching, laufen | keine Kommentare »

Für alle sogenannten “Georunner”, also cachende Läufer oder auch laufende Geocacher, noch ein Tipp:

am 6.8. findet in Rostock die Rostocker Marathon-Nacht statt. Die ersten Starts finden um 18:00 Uhr statt. Also eigentlich ideal um das Wochenende nach Pütnitz aufzubrechen und dort zu campen. Samstag am späten Nachmittag dann kurz nach Rostock rüber düsen und nach der Aufstellung des neuen Weltrekordes einfach wieder nach Pütnitz zurück um am Lagerfeuer die dollsten Geschichten zu erzählen.

Nur mal so als Tipp am Rande…

leckeres aus der Kombüse – OpenMate

26. Mai 2011 geposted in was anderes | 4 Kommentare »

Beim Makezine tauchte heute gestern ein Artikel mit einem Link zum Rezept für OpenMate, einer Abwandlung gehackten Version von ClubMate, auf. Vor allem in Regionen dieser Welt, wo das Kultgetränk nicht an jeder Butze erhältlich ist, könnte das von Interesse sein (die vorhandenen Rezepte stammen fast ausnahmslos aus den USA, wo der Markt vom Original noch nicht wirklich erschlossen ist). Aber auch wer exotischere Geschmacksrichtungen möchte könnte sich dafür interessieren. Oder einfach aus Lust an der Freude :-) . Also ran an die Pötte und selbst coden hacken nachkochen :-)

OpenMate

(via makezine)

(Gr)Übel, (Gr)Übel

18. Mai 2011 geposted in geocaching, laufen, was anderes | 2 Kommentare »

Es folgt: persönliches Psychogeschwafel. Bitte weitergehen! Es gibt hier nix zu sehen!…

Heute mal was phil filo vilo, was zum nachdenken (vielleicht hat ja der ein oder andere schon mal Erfahrung damit gemacht).

Da läuft einem eine vermutlich tolle Gelegenheit über den Weg mal etwas vollkommen verrücktes zu machen, mal was anderes als der übliche Einheitsbrei. Die Gedanken und Ideen sprudeln nur so vor sich hin, dass man schon bald gar nicht mehr weiß was man zuerst machen soll und am Ende nicht mehr weiß worum es eigentlich geht. Also sagt man großspurig zu/nimmt das Angebot an und freut sich diebisch auf die Gelegenheit. Dann kommt der große Tag. Man hat schon gar nicht mehr richtig auf dem Zettel, das da mal was war oder malt sich noch aus, das das ja sicher nicht so schwer werden wird. Doch dann kommt die böse Keule. Irgendwas geht schief, die Voraussetzung ist plötzlich eine leicht (oder auch total) verschobene und man hat plötzlich ein Problem: “wie komm ich da möglichst wieder raus?” Natürlich möglichst ohne all zu großen Gesichtsverlust. Aber einfach die ursprüngliche Zusage zurückziehen und sich damit eine Blöße geben, mag man auch nicht oder es ist, vom doch recht übertriebenen, aber sozialverträglichen Frühableben einmal abgesehen, auch gar nicht mehr ohne weiteres möglich. Also heißt es Zähne zusammen beißen, die Laufschuhe fester schüren, den Gürtel enger schnallen, in die Hände spucken, … und durch da. Mach einfach das Beste draus. Alles andere würde es nur schlimmer machen. Vor allem das Ego würde drunter leiden eine einmal gegebene Zusage nicht einzuhalten.

Aber das wird eh leiden, denn dann kommen die Nörgler von weit her angelatscht nur um solche Sätze von sich zu geben wie: “öhm, was soll denn das jetze?”, “Was ist denn das fürn Müll!?”, “Mach das mal so und so!”. Manchmal wäre es halt einfach besser gewesen die Fresse zu halten und sich gar nicht selbst in so eine Situation reinzureiten. Aber auf der anderen Seite: “No Risk, No Fun!” An all die Nörgler und Berufspessimisten: “Geh doch einfach weiter, wenns dir nicht passt. Für dich gibts hier nix zu sehen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten mal besser, aber dann bist du wieder still, weil es ja nüscht zu meckern gibt. Gell?” Vor allem in der virtuellen Welt scheint dies in letzter Zeit erheblich um sich zu greifen. Früher waren solche “Trolle” in Foren eingesperrt oder ließen sich in den Kommentarspalten von Zeitungen und Fachmagazinen häuslich nieder, doch langsam aber sicher verbreiten sie sich immer mehr und gehen einem an jeder Ecke auf den Senkel.

Dieser Text bezieht sich auf alles, ist eher allgemeiner Natur und bezieht sich auf keinen konkreten Fall (sondern gleich auf mehrere) und auch nicht nur auf mich (so selbstverliebt bin ich dann doch nicht). Aber das musste ich jetzt einfach mal irgendwo los werden.



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